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Der Kunst ihre Freiheit in Gmunden

This petition was published by Kulturverein Sozialforum Freiwerk on Oct 28, 2008
Closed on Oct 31, 2008
Result:
Gestern Abend ging die Vernissage der Künstlerin Caren Dinges „Memento mori - Carpe diem“ im öffentlichen Raum von Gmunden ohne Zwischenfälle über die Bühne.

Zwei Tage zuvor wurde die alte Linde am Rinnholzplatz als Symbol für das Leben mit Todesschleifen geschmückt, was den Protest zahlreicher BürgerInnen zu Folge hatte. In Folge dessen veranlasste der Bürgermeister von Gmunden eine Reduktion der Ausstellungszeit von 9 Wochen auf einen Tag.

Doch diese Zensurpraxis musste postum mit Widerstand rechnen, der sich an dieser Stelle in Form einer Petition manifestierte. Innerhalb von 48 Stunden mobilisierte die Kunst- und Kulturszene aus dem Raum Salzkammergut für die Freiheit der Kunst über 250 Unterschriften und forderte den Bürgermeister auf, seinen Erlass zurückzunehmen.

Dieser Widerstand zeigte Wirkung: Die Installation muss nun doch nicht heute abmontiert werden, sondern kann eine Woche lang stehen bleiben. Obwohl dies ein kleiner Erfolg ist, bleibt der fahle Nebengeschmack, dass die ursprüngliche Ausstellungsdauer massiv eingeschränkt wurde.

Darum werden wir auch zukünftig den Umgang mit der Kunst in Gmunden sehr kritisch betrachten und werden immer dann unsere Stimme erheben, wenn ihre Freiheit eingeschränkt wird!

DANKE an alle UnterstützerInnen!

Es ist deutlich an der Zeit NEIN zu sagen - NEIN zu solcher Zensurpraxis und zu einer solchen Politik!

Wir fordern daher den Bürgermeister der Stadt Gmunden hiermit auf:
- ein klares Bekenntnis zur Freiheit der Kunst abzugeben!
- die heutige Anweisung, die Ausstellung am Tag nach der Vernissage zu beenden, zurückzunehmen!
- die Ausstellung „Memento mori - Carpe diem“ wie ursprünglich vereinbart bis 7.1. zu genehmigen!

Der Kunst ihre Freiheit!

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